Virtualisierung


© Mai 2020, Letzte Änd. 09.04.21

Hat man früher im PC verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig auf verschiedenen Platten oder verschiedenen Partitionen gehabt, bestand immer die Gefahr der gegenseitigen Beeinflussung. Beispielsweise konnte man sich fast sicher sein, dass der Linux-Bootloader nach der Windows-Installation stumpf überschrieben wurde. Die Linux nfts-Treiber waren früher noch ein wenig buggy, sodass es bei Fremdzugriff leicht zu Datenschrott kam. Ein gleichzeitiger Betrieb verschiedener Betriebssystem ist quasi ausgeschlossen. Das heißt im Moment des Bootens muß man sich entscheiden...

Anders sieht die Situation aus wenn man verschiedenen Betriebssystemen virtuelle Hardware anbietet. Ich kann vom Host-System aus entscheiden, was der virtuellen Umgebung zur Verfügung gestellt wird (z.B. Netzwerk, Tauschlaufwerk, Speicher & CPU-Kerne, etc.). Es ist möglich mehrere voneinander abgeschottete Gast-Systeme gleichzeitig zu betreiben, aber benötigt nur eine Hardware. Wenn Windows mal wieder nicht runter fahren will wegen irgendwelcher Updates, muss ich nicht warten, sondern kann zu jedem Zeitpunkt eine Session einfrieren und sie später fortsetzen. Ebenso sind sogenannte Snapshots möglich, zu denen ich wieder zurückgehen kann um gewisse Veränderungen ungeschehen zu machen.

Virtualisierungs-Klassiker sind meines Erachtens Vmware.com und VirtualBox.org. Mittlerweile tummeln sich hier noch etliche weitere technische Lösungen, wobei ich hier nicht drauf eingehen möchte was die Unterschiede sind, wo Emulation anfängt, welche Ebenen der Virtualisierung es gibt, etc..

Mit VirtualBox habe ich die meisten Jahre Erfahrungen und Kummer sammeln können, daher hier eine VirtualBox-Anleitung. VM-Ware, verwendete ich in der Firma und zickt ab und zu auch mal rum...

Noch nicht so lange benutzte ich die opensource-Lösung KVM - kernel-based virtual machine. welche mein Nachfolger ist. Je nach Anwendung, ist es einfacher eine VM - virtual machine über ein CLI - command line interface wie die Kombination KVM & Virsh zu bedienen oder per GUI - graphical user interface mit der Kombination KVM & VM-Manager. Nachfolger vom virt-manager wird wahrscheinlich KVM & Cockpit.

Eine unter Umständen ausreichende Spezial-Lösung um Windows-Programme auf Linux lauffähig zu machen,
findet man auf folgender Seite   winehq.org   WINE - Wine Is Not an Emulator zu finden.

Ich persönlich jedoch, bevorzuge eine saubere Trennung von Produktiv-System (DEB) und
temporären oder mit Fremdsoftware angereicherten Systemen.
Das heist, sobald etwas ausserhalb der üblichen Software benötigt wird, welches sich nicht in den Paketen befindet,
weiche ich auf ein virtualisiertes System aus.

Quellen:

pcwelt.de - Vergleich VBox, vmware & hyper-v von 2019
tecchannel.de - Vergleich kostenloser Virtualisierungssoftware 2015
com-magazin.de - 5 Virtualisierer im Vergleich 2015
netzwelt.de - Aufzählung von Virtualisierungs-Software 2020
ubuntupit.com - 15 best Windows-Emulators under Linux, Jahr?
heise.de - Auflistung von Emulatoren
sourceforge.net - WINE
itsfoss.com - run Windows applications on Linux with WINE